Der Blick in die Welt der autodidaktischen Künstler

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Werkschau Stahl & Farbe

Henning Block & Sylvia Aevermann


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Vita

Henning Block

Der Künstler Henning bei der Arbeit. Geb.1961 in Glückstadt, lernte Schmied, restaurierte später Oldtimer und Sportwagen, um dann 1988 seine eigentliche Berufung zum Eisenplastiker und Metallbildhauer zu entdecken. Zu seinen ersten Arbeiten zählen filigrane Draht-und Stahlblechgebilde, anatomische Schädel, bewegliche Flugsaurier und ein Stahldrache. Autodidakt. Zeitgenössischer Künstler.

Henning über Sylvia
Als Mittel zum Zweck der Verarbeitung ihrer seelischen Eingebungen, Über die vielen verschiedenen Eindrücke nach der Suche des Lebenssinns, die eine jede Religion für sich verschieden auslegt, und doch letztendlich alle eins Wollen, nutzt sie ihre Visionäre Bildersprache, die wie eben die Vielfalt des Lebens, sich in allen Nuancen ihrer Malerei wiederspiegelt. Für den, der des Sehens und des Lesens zwischen den Zeilen kundig ist, offenbart sich eine neue Sichtweise der Welt. Ob nun der Schwermut des Lebens mit seinen zum Teil schwierigen, sozialen Fragen und die Auswirkung der daraus resultierenden Gewalt, sich in den Werken wiederfindet; kommt genauso, wie nach dem Schreiten durch eine Talsohle, auch wieder die neugewonnene Aussicht zum Fortschreiten in die Richtung des sich neu auftuenden Horizontes, gewinnen die Bilder an farbiger Intensität, und bringen den Impuls des Fortschritts mit. Während surrealistische Bildinhalte bewußt zur Provokation den Betrachtenden die Bipolarität der Existentiellen althergebrachten Gesetzmäßigkeiten förmlich aufzwingen, könnte man sich gewissermaßen in dem Strudel der dadurch sich aufbürdenden Sinnestaumel leicht verlieren und in seiner bisher gefassten Meinung umgestimmt werden. Alles in allem gibt die Künstlerin sich beste Mühe doch rechtzeitig den Wert der Bilder festzulegen, da sie als breit gefächerte Sachverständige aus ihrem Milieu über fundierte Preisvorstellungen von Honorarvergütungen doch selbstbewusst ihre eigenen Werke als Erzeuger direkt auf den Kunstmarkt in der ganzen Bundesrepublik einbringt. Auf die Arbeit von Verwertungsgesellschaften sowie Galerien, verzichtet sie dabei, da sie alleine den nötigen Absatzmarkt schaffen möchte, um weiter Projekte, die nach größeren finanziellen Mitteln verlangen, in die Tat umzusetzen. Das trifft insbesondere für Ihre Vorliebe der Metallbildhauerei zu, in der es mit rohen Kräften und Arbeitsbedingungen, wie sie zum Teil der Schwerstarbeit in einer Stahlhütte gleichen. Doch auch hier ist mancherorts das Feingefühl einer Pinselführung in Kombination mit den gewaltigen Kräften erforderlich, was ein hohes Maß an Ausdauer, gepaart mit Genauigkeit, dem Künstler abfordert.

Sylvia Aevermann

Malerin, Metallbildhauerin Sylvia 1991 bei der Arbeit. Geb.1966 in Stadensen, fühlte sich von frühester Kindheit an zur Malerei hingezogen, machte jedoch, da es galt einen Beruf zu lernen, eine Ausbildung im sozialen Beruf, um dann 1987 endlich zur Malerei und Kunst zurückzukehren. Erste großformatige Ölbilder "abgesehen von den Jugendbildern", Live-Action-Paintings in Verbindung mit Musik, "Peitschenbilder" und Lederkreationen, entstanden. Autodidaktin. Zeitgenössische Künstlerin.

Sylvia über Henning
Ein Künstler mit enormen Fähigkeiten, einem freischöpferischem Geist und der Gabe, Situationen und Werke aus mehreren Blickwinkeln heraus zu betrachten. Henning führt seine Arbeit wie im Rausche aus. Der Idee folgt oft unmittelbar die Ausführung. Dann packt ihn die Sucht nach Vollendung und es wird nicht eher geruht, als ein Tagespensum um ein Vielfaches erfüllt wurde. Eine Utopie nach der Utopie entschlüsselt sich dem Betrachter, wenn er den UFOCRASH betrachtet, oder durch die DRACHEN in eine mythologische Verzückung entrückt wird. Galaktische Unfälle treffen auf Einhörner. Klare Ideen sprudeln aus ihm, wie aus einer Quelle, doch müßte er hundert Arme und Beine haben, um nur die Fiktion eines einzigen Tages umzusetzen. Dabei fasziniert mich die Vielfalt seines Schöpfertums. Abstraktes, Modernes trifft auf filigrane, naturalistische Werke. RENNPFERDE auf Kufen schwingen lautlos; steigende Einhörner bäumen sich immer wieder auf. Beweglichkeit, Dynamik, den Betrachter durch rotierende Diamanten in eine andere Wahrnehmung zu versetzen, ist eine seiner Vorlieben. Der Mensch, als Maschine, als Zerstörer; Schöpfer, ist in vielen Werken Gegenstand des Themas. Ob nun als miniaturisierter Roboter, oder als Atlas, auf seinen Schultern die Welt, an Stelle des Himmels, tragend. Akte aus blankem Stahl, strahlen das auftreffende Licht zigfach wieder. Zeit und Raum werden erforscht. Die dritte Dimension durchlebt. Und wenn der Künstler zukünftig nicht wie ein Drache seine Schätze hütet, wird wohl jeder bald wissen, was ein Block ist. Über unsere Zusammenarbeit muß ich natürlich zuerst die handwerklichen Fähigkeiten erwähnen, die Henning mir seit wir uns begegnet sind, vermittelt hat. Bis dato bestand der Großteil meiner Arbeiten auf eindimensionaler Fläche. Die Arbeit durch den Raum, in den Raum, mit einem bis dahin von mir ungenutztem Werkstoff, schien mir eine Herausforderung. Was Henning, wie es für mich aussah, spielerisch leicht zustande brachte, beinhaltete für die Malerin ungeahnte Schwierigkeiten. Jeder Fehler im Umgang mit Maschinen wird mit Blut bezahlt. Manchmal, wenn wir vor Dreck und Staub staken und erschöpft niedersanken, kam mir in den Sinn, die Muse habe Henning nicht nur geküßt, sondern zur Höchstleistung angetrieben. Natürlich lebt die Kunst von der Freiheit und jetzt folgt die obligatorische Frage: Können Sie davon leben? Darauf können wir nur mit einem Gleichnis antworten: Es gibt gute Zeiten, es gibt schlechte Zeiten. Ich kann es auch anders sagen: Nicht Loben! Kaufen!

Action-Painting
Action-Painting. Als wir uns 1991 begegneten, ahnte wohl keiner von uns Beiden, daß diese Begegnung die Grundsteinlegung der Ateliergemeinschaft Stahl und Farbe, für eine zukünftige, langjährige Zusammenarbeit, bedeutete.
1990 war Sylvia aus der Stadt aufs Land gezogen und baute ein Wirtschaftsgebäude zu einem Atelier um, als einige Musikerfreunde sie baten, mit ihnen eine Performance im Lüneburger Bürgerhaus zu veranstalten. Die riesige Leinwand auf der Bühne zu fixieren bereitete Probleme und einer der Musiker kannte "den richtigen Mann" zur Behebung des Problems. Henning Block.
Wir waren uns auf Anhieb symphatisch, nicht zuletzt deshalb, weil wir die eigene Arbeitswut und Forschergier im Anderen erkannten und erstaunt feststellten, daß wir Beide zur Gattung der Autodidakten zählen.
Beide hatten wir ähnliche Erfahrungen gemacht, wie viel Mut und Durchhaltevermögen der Schritt zum freien Künstlertum fordert, oder wie zermürbend die ständige Konfrontation mit Leuten auf allen Ebenen ist, die gerade der autodidaktischen Kunst gegenüber, skeptisch, unwissend oder ablehnend, stehen. Henning wohnte und arbeitete derzeit in einem alten Wirtschaftsgebäude, in dessen Keller er eine kleine Schmiede und Werkbänke eingerichtet hatte. Man konnte darin zwar nicht aufrecht stehen, aber dafür rund um die Uhr "Lärm machen".
"Ergo&Forma"
Ergo moderne Stahlskulptur - Eisenbildwerk. Forma. Moderne Stahlskulpturen - Eisenbildwerke.
Zwei Werke aus den ersten Stunden unserer Zusammenarbeit. "Ergo&Forma"mit dem Plasmaschneider zugeschnitten und mit Anlauffarben dekoriert.
Schon nach ein paar gemeinsamen Arbeitstagen, in denen viele unterschiedliche Arbeitsproben entstanden, offenbarte sich uns ein enormes Potential der Kombinationsmöglichkeiten. Wir beschlossen zu "fusionieren"und gründeten die Ateliergemeinschaft Stahl und Farbe.

Der Anfang aller Dinge liegt sozusagen noch im Jenseitigen, in der Form von Ideen, die erst noch zur Verwirklichung kommen müssen. Aber im Schöpferischen liegt auch die Kraft, diesen Urbildern der Ideen Gestalt zu verleihen. I-Ging.

Das Team der "Galerie Wolfskuhle" bei der Arbeit 2015 in Suderburg.

Kuenstler Henning Block Kuenstlerin Sylvia Aevermann Manager Werner Johann Warnke Wachhund Yorkshire Terrier Lenny Von links nach rechts.
1. Der Künstler Henning Block bei der Arbeit an der Stahlblechpalme.
2. Die Künstlerin Sylvia Aevermann bei der Arbeit an dem Golddino.
3. Der Manager Johann Werner Warnke bei der Arbeit an dem Golddino.
4. Der Wachhund Lanny beim Aufpassen.


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Datum der letzten Änderung: 29.02.2016